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Nicola Staender
funk

Nicola Staender ist als Leitung Content ZDF für funk tätig und führt einen Workshop zu Social Media Strategien beim Creator Day am 24. Juni 2021 (>> Zur Anmeldung). Nicola Staender studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der Hebrew University in Jerusalem. Danach kam sie als Redakteurin und Formatentwicklerin zu funk. Inzwischen ist sie auch als Dozentin an der ARD.ZDF Medienakademie, sowie für andere Redaktionen tätig.

Mediennetzwerk.NRW: Hallo Nicola, sag mal: Warum brauchen Creator „Richtig gute Formate für Social-Plattformen“ – so hast du zumindest deinen Workshop genannt?

Nicola Staender: Ich glaube jede:r kennt es aus der eigenen Social-Media-Nutzung: Inhalt, der auf den Punkt ist, der mich unkompliziert unterhält oder informiert, der findet leicht den Weg in die Aboliste. Formate helfen, Social-Marken aufzubauen, weil sie Wiedererkennbarkeit schaffen und Creator:innen anregen, gute Dramaturgien zu nutzen – und damit, mehr Nutzer:innen an den Kanal zu binden.

„Gute Formate nutzen die Mechanismen und Möglichkeiten der Plattformen, auf denen sie konsumiert werden.”

Nicola Staender

Gibt es Spezial-Skills oder besonderen Content, der für eine erfolgreiche Formatentwicklung entscheidend ist?

In der Formatentwicklung geht es darum, in Serialität zu denken. Anders als bei starken Einzelthemen geht es darum, die Frage zu stellen: Wie kann ich einen Kanal um ein Thema oder einen Kopf herum aufbauen, der ein klares Alleinstellungsmerkmal hat? Wie schafft man die Balance zwischen Wiedererkennung und Neuem, sodass ich Nutzer:innen jede Woche neu von meinen Themen begeistern kann?

Warum ist es wichtig, individuelle Formate für diverse Social-Plattformen auszuarbeiten?

Gute Formate nutzen die Mechanismen und Möglichkeiten der Plattformen, auf denen sie konsumiert werden. Das sind auf YouTube ganz andere als auf Instagram. Deshalb ist es wichtig sich Gedanken zu machen, wie man Inhalte anpassen kann, je nachdem, auf welcher Plattform sie ausgespielt werden.

„In der Formatentwicklung geht es darum, in Serialität zu denken.”

Müssen Creator sich oder ihren Content dabei grundsätzlich als Marke denken?

Die Abgrenzung, ab wann etwas oder jemand als Marke gilt, ist gar nicht so leicht. Es gibt Köpfe, die einfach so funktionieren. Weil sie unfassbar lustig sind, sehr sympathisch, schlaue Dinge sagen oder wahnsinnig viel live streamen. Authentizität geht über Formate, die nicht richtig zu Köpfen passen. Formatmarken helfen aber, wenn es um Inhalt geht, der für bestimmte Zielgruppen aufbereitet werden soll oder der regelmäßig erscheint, weil es insbesondere in größeren Produktionsplanungen wichtig ist, dass man vom Gleichen spricht.

Hast du einen Videotipp für uns? Was ist brandneu bei funk?

Stay tuned! Bei funk starten bald einige neue Kanäle, von denen ich jetzt schon Fan bin. Ganz neu und einen Blick wert ist auch unser Crime-Format „Der Fall“, bei dem ein Team wahre Fälle aufarbeitet und die Frage stellt: Was bedeutet es eigentlich für uns als Gesellschaft, dass so etwas passiert?

Zur Anmeldung für den Creator Day 2021.


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